Das Büro in den eigenen vier Wänden erfordert viel Disziplin.

Zu Beginn der Selbständigkeit habe ich mir ein vollwertiges Büro in meiner Wohnung eingerichtet. Mit der Ausstattung bin ich zufrieden und das selbständige Arbeiten klappt gut. Die Trennung zwischen Arbeits- und Privatsphäre funktioniert auch. An den vererbten Biedermeier Möbeln meiner Großmutter erfreue ich mich jeden Tag. Trotzdem fehlt mir der Austausch mit Kollegen, Gleichgesinnten, Partnern auf Augenhöhe: für ein Feedback, Zusammenarbeit, oder einfach mal einen unverbindlichen Kaffeeratsch.

Arbeitsplatz und Raum in meinem „Traumbüro“ frei.

Nun erhalte ich das Angebot zu einem eigenen Büro. Ein Raum ist frei in einer professionellen, erfolgreichen und „alteingesessenen“ Bürogemeinschaft in Sendling. Hier arbeiten Selbständige aus mehreren kreativen Bereichen zusammen.

Eine Woche lang habe ich mir intensiv Gedanken um das Angebot gemacht. In der Nähe meines jetzigen Arbeitsplatzes wird im Herbst ein schöner Büroraum mit knapp 14 m² Grundfläche frei. Dazu gehören Gemeinschaftsräume und eine großzügige Konferenzzone für Kundenbesuche. Eine entsprechende Büroausstattung ist vorhanden. Einen Großteil der Menschen, die dort arbeiten, kenne und schätze ich seit langer Zeit. Wir haben schon in früheren Projekten zusammengearbeitet. Thematisch passen die einzelnen Gewerke gut, es sind erfolgreiche Profi-Kreative. Möglicherweise gibt es Synergieeffekte.

Büro zuhause Biedermeier

Büro zuhause Biedermeier und Kunst

Büro zuhause Biedermeier und Kunst

Und trotzdem bleibe ich in meinem bisherigen Büro.

Nach vielen Überlegungen entscheide ich mich erstmal nicht für das Komplett-Angebot. In der Gründungsphase bin ich viel unterwegs, u.a. bei Kunden und zum Netzwerken. Mindestens ein bis zwei Tage die Woche verbringe ich außerhalb meines Büro-Arbeitsplatzes. Auch wenn die angebotene Miete marktüblich ist, stellt sie für mich derzeit eine deutliche Fixkosten-Belastung dar. Diese Miete als feste monatliche Ausgabe möchte ich mir in der Phase der Existenzgründung noch nicht leisten, da die monatlichen Einnahmen unterschiedlich stark schwanken. Meine persönlichen Rahmenbedingungen sind so angelegt, dass ich dieses Risiko derzeit nicht eingehen möchte. Sprich: ich habe bereits ein Büro.

Im offenen Gespräch mit der Bürogemeinschaft entscheide ich mich für eine lockere Zusammenarbeit ohne festen Büroraum. Dafür freue ich mich über einen regelmäßigen Austausch und kann zusätzlich ihre Konferenzzone für Kundengespräche in Anspruch nehmen.

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