Ulmer Münster und Stadt

Perspektivenwechsel in Schwaben

Sammlung Kurt Fried im Ulmer Museum

Das Ulmer Museum ist ein Haus, das an sich schon ein kleines Kunstwerk ist. Aus mehreren Einzelhäusern entstand ein großes mehrstöckiges Museum. Besonders fasziniert hat mich die aktuelle Ausstellungen aus der Stiftung Sammlung Kurt Fried „Kunst erleben“ (19.11.2016 bis 23.04.2017). Der Verleger und Journalist Kurt Fried (1906 – 1981) hatte zu Lebzeiten über 400 Kunstwerke angesammelt. In der Ausstellung ergeben sie einen kurzen Überblick über die westliche Kunst der Nachkriegszeit bis in die Anfänge der 80er Jahre.

Toni Costa – visione dinamica von 1964

Der Italiener Toni Costa gehörte zum Gruppo N, einer kleinen Künstlergruppe aus Oberitalien, die mit ihrer programmierten Kunst mehr als Malerei darstellen wollte. Die Maler kreierten unter anderem Installationen, in denen der Betrachter irritierende räumliche Erfahrungen machen kann.

Gerade deswegen hat mich seine „visione dimanica“ von 1964 begeistert: ein mehrdimensionales Kunstwerk, das seine Form wechselt. Und zwar abhängig vom lokalen Standpunkt des Betrachter:

  • Mal ist es ein Quadrat,
  • dann eine Karoform mit langer Spitze nach unten
  • oder auch eine Art Plektrum.

Ulm ist eine Reise wert

Mein persönliches Fazit zur Stadt, die durch das Ulmer Münster die Kirche mit dem höchsten Kirchturm der Welt hat und gleichzeitig die größte evangelische Kirche in Deutschland ist: Ulm hat nicht nur ein wunderschönes Fischerviertel, sondern auch ein sehenswertes Ulmer Museum mit einem angenehm überschaubaren Besucherandrang.

Ulm Häuser Fischerviertel

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